Einmal mehr sitze ich in meiner Stammkneipe, löse das BLICK Kreutzworträtsel
und lausche mit halbem Ohr den Weltbewegenden Diskussionen welche an der
Bar-Theke geführt werden. Zwischendurch schaue ich zum Fenster raus und
Beobachte die Automobilisten welche vor der Kneipe ihre Fahrzeuge betanken.
Da fährt ein grosses, langes und wahrscheinlich sehr teures Auto vor, der Fahrer
braucht fast ein Äeon um auszusteigen. Vornübergebeugt, in der rechten Hand
einen Krückstock haltend und mit der linken Hand am Auto abgestützt tastet er sich
voran Richtung Tankdeckel.
Erst jetzt bemerke ich den Luftzug an meinem Halszapfen und lasse den Unterkiefer
wieder in Normalstellung schwenken.
Nur die Hühnerhaut am Rücken will nicht so recht verschwinden. Man stelle sich
einmal folgende Szene vor welche sicher, oder leider, jeden Tag irgendwo in
der Schweiz passiert:
Hansli der kleine Schüler fährt mit dem Bike Richtung Gähnkaserne, das Licht am
Zweirad ist Ok, der Velohelm drückt wie gewohnt auf die Ohren und im Rucksack
klappern die ausgeliehenen Game Boy Spiele aneinander. Hansli macht kleine
Schwenker und träumt den Traum der Kinder.
Da kommt nun der alte Fritz mit seinem grossen, langen und wahrscheinlich sehr
teuren Auto um die Kurve, sieht noch knapp ein rotes Rücklicht, reagiert mit der
Effizients einer Rennschnecke und schon fliegt Hansli wie Super Mario auf den
nächsten Level.
Hansli liegt mitten auf der Fahrbahn, Hansli blutet, Hansli könnte gerettet werden.
Doch Rennschnecke Fritz muss zuerst mal aus dem Auto raus, muss die Unfallstelle
sichern; 50m mit der Krücke in der einen, dem Pannendreieck in der anderen Hand.
Fritz muss sich bücken, sollte dem kleinen Hansli erste Hilfe leisten. In Fritzes jungen
Jahren kein Problem, die Schocklagerung hätte er aus dem FF gemacht und
Hänsli hätte richtig gelagert, das Erbrochene ausgespuckt.
Doch leider ist es Heute passiert und für die beiden Zivilbeamten der Polizei war
es einmal mehr ein schwerer Gang an die Haustüre der Eltern in der nun viel zu
grossen Wohnung.
Fritz hat mittlerweile fertig getankt und ich schubse die letzten Bilder dieses
grausigen Szenarios aus meinen Gedanken.
Die Weltbeweger an der Bar haben gerade Sendepause und ich nutze die Stille
um ein kleines Fritz Intermezzo in die Runde zu werfen. Alle drehen den Kopf
und gemeinsam schauen wir zu wie unser Hauptdarsteller die Bühne verlässt.
"Du wirst ja auch einmal alt, hörst Du dann etwa freiwillig mit Autofahren auf ?"
Da hat das Schaf an der Theke gar nicht so unrecht; Geht mir durch die
Denkzellen. Könnte ich wirklich meine ach so geliebte Mobile Freiheit einfach
aufgeben und mich selber zum Krükenvolk runter Degradieren? Mich am Ende
nur noch mit dem wahnsinnig spannenden täglichen Trip auf die nächste
Parkbank zufrieden geben zu müssen ?
Ja, seit ich Heute Fritz gesehen habe und weiss was mit Hansli passieren kann,
bin ich überzeugt, zum gegebenen Zeitpunkt den Egomobilisten in mir
auf den Schrottplatz stellen zu können.
Danke Fritz, habe wieder etwas gelernt:
Alter macht nicht nur Weise
einige werden Geistige Greise.
und lausche mit halbem Ohr den Weltbewegenden Diskussionen welche an der
Bar-Theke geführt werden. Zwischendurch schaue ich zum Fenster raus und
Beobachte die Automobilisten welche vor der Kneipe ihre Fahrzeuge betanken.
Da fährt ein grosses, langes und wahrscheinlich sehr teures Auto vor, der Fahrer
braucht fast ein Äeon um auszusteigen. Vornübergebeugt, in der rechten Hand
einen Krückstock haltend und mit der linken Hand am Auto abgestützt tastet er sich
voran Richtung Tankdeckel.
Erst jetzt bemerke ich den Luftzug an meinem Halszapfen und lasse den Unterkiefer
wieder in Normalstellung schwenken.
Nur die Hühnerhaut am Rücken will nicht so recht verschwinden. Man stelle sich
einmal folgende Szene vor welche sicher, oder leider, jeden Tag irgendwo in
der Schweiz passiert:
Hansli der kleine Schüler fährt mit dem Bike Richtung Gähnkaserne, das Licht am
Zweirad ist Ok, der Velohelm drückt wie gewohnt auf die Ohren und im Rucksack
klappern die ausgeliehenen Game Boy Spiele aneinander. Hansli macht kleine
Schwenker und träumt den Traum der Kinder.
Da kommt nun der alte Fritz mit seinem grossen, langen und wahrscheinlich sehr
teuren Auto um die Kurve, sieht noch knapp ein rotes Rücklicht, reagiert mit der
Effizients einer Rennschnecke und schon fliegt Hansli wie Super Mario auf den
nächsten Level.
Hansli liegt mitten auf der Fahrbahn, Hansli blutet, Hansli könnte gerettet werden.
Doch Rennschnecke Fritz muss zuerst mal aus dem Auto raus, muss die Unfallstelle
sichern; 50m mit der Krücke in der einen, dem Pannendreieck in der anderen Hand.
Fritz muss sich bücken, sollte dem kleinen Hansli erste Hilfe leisten. In Fritzes jungen
Jahren kein Problem, die Schocklagerung hätte er aus dem FF gemacht und
Hänsli hätte richtig gelagert, das Erbrochene ausgespuckt.
Doch leider ist es Heute passiert und für die beiden Zivilbeamten der Polizei war
es einmal mehr ein schwerer Gang an die Haustüre der Eltern in der nun viel zu
grossen Wohnung.
Fritz hat mittlerweile fertig getankt und ich schubse die letzten Bilder dieses
grausigen Szenarios aus meinen Gedanken.
Die Weltbeweger an der Bar haben gerade Sendepause und ich nutze die Stille
um ein kleines Fritz Intermezzo in die Runde zu werfen. Alle drehen den Kopf
und gemeinsam schauen wir zu wie unser Hauptdarsteller die Bühne verlässt.
"Du wirst ja auch einmal alt, hörst Du dann etwa freiwillig mit Autofahren auf ?"
Da hat das Schaf an der Theke gar nicht so unrecht; Geht mir durch die
Denkzellen. Könnte ich wirklich meine ach so geliebte Mobile Freiheit einfach
aufgeben und mich selber zum Krükenvolk runter Degradieren? Mich am Ende
nur noch mit dem wahnsinnig spannenden täglichen Trip auf die nächste
Parkbank zufrieden geben zu müssen ?
Ja, seit ich Heute Fritz gesehen habe und weiss was mit Hansli passieren kann,
bin ich überzeugt, zum gegebenen Zeitpunkt den Egomobilisten in mir
auf den Schrottplatz stellen zu können.
Danke Fritz, habe wieder etwas gelernt:
Alter macht nicht nur Weise
einige werden Geistige Greise.