Mittwoch, 12. März 2008

Staatsbodenhaftung

Also da haben ein paar Krawatten Desperados die Swissair in den
Sand gesetzt und kriegen später sogar noch Geld dafür. Da haben
ein paar Finanz Clowns die UBS abgezokt und Herr Ospel kratzt sich
kurz am Hintern. Da ist Frau Stocker in Zürich mit Ihrem Fürsorge-
Selbstbedienungsladen; Steuerbeträge mit ein paar Nullen hintendran
wurden Monatelang unkontrolliert ausbezahlt und jetzt wird Frau
Stocker sicher nicht dafür geradestehen müssen und wird wohl bis
zu Ihrem seligen Ende eine anständige Rente garnieren.

Der Schweizer Armee fehlen einige Hundert Waffen, einfach geklaut.
Der Schweizerischen Eidgenossenschaft fehlen einige Hundert Kunst-
Objekte vor allem Gemälde sind Spurlos Verschwunden.

Ach wir Schweizer Schäfchen, sind ein Volk von Verwöhnten,
Scheuklappen tragenden Egonossen. Bezahlen mehr oder weniger
brav die Steuern, Miete, Prämien und weiss ich was für nötige
oder unnötige Abgaben und mit dem was uns unter dem Balken
bleibt, halten wir schön die Wirtschaft am laufen.
Ein Demokratisches geben und nehmen könnte man meinen!

Schäfchen waren schon immer nur zum scheissen gut,
die Ernte wird anderswo eingefahren.

Im Jahrhundert wo Geiz Geil ist, kann Stehlen wohl auch Sexuell
antörnen und wenn sich da ein paar Politiker und Beamte
nicht mehr vom Helgen der Ihre Amtsstube zierte trennen können,
ist das Nachvollziehbar und wenn Herr Ospel oder ein anderer
Schlipser(in) sich Ihren Verantwortungsvollen Job vergolden
lassen, kann ich das verstehen.

Was ich jedoch nicht reinkriege ist diese Selbstbedienungsladen
Mentalität, das Fehlen von Staatsbodenhaftung.
In den Führungsetagen wird von Verantwortung gebrabelt und wenns
dann soweit ist sie zu tragen, wird die Klitoris reingeklappt und
ein Konto eröffnet.

Da könnte sich der Kanton Bern die Mühe mit dem Verkauf seiner
Kulturgüter sparen, einfach klauen lassen und dem Dieb die
Renovation seiner Beute bezahlen.

Was solls, solange mir auf der Bundesterasse in Bern niemand den Landi
Stuhl unter meiner Fashionware wegklaut und das Bundeshaus Kupferdach
noch nicht auf Balkanesische Kleintransporter verlegt wurde, hat sich
meine Schweiz noch nicht ganz aufs Ballenberg Reduit reduziert.

Demütige Bescheidenheit! Was willst Du mehr, Geile Helvetia?

Montag, 3. März 2008

Sintflut

Da war einmal der liebe Herr Gott und schaute auf die Erde
nieder, sein entspanntes Gesicht vom letzten Sonntag legte sich in
Sorgenfalten, denn was er sah machte ihm keine Freude. Seine
Schäfchen hatten die Moral verloren und machten
Remidemi.
"So kann dass nicht weitergehen!" Sagte er zu seinen Engeln die
gerade in der Mauser waren, in den abgefallenen Federn
herumtollten und Halleluja Choralten.
"Es muss ein Exempel statuirt werden!" Donnerte Herr Gott durch
die weiten des Universums, so gigantisch laut, dass es einigen
schwarzen Löcher vor Schreck den Guli Deckel abhob .
"Ich habe die Erde nicht für solch Selbstverliebte Hammel erschaffen,
nur um mit anzusehen wie diese Idioten meine Gebote misachten!"
So setzte sich Herr Gott mit seinen Engeln an den runden Tisch
und machte Brainstorming.
Nach einigen Diskussionen, der Engel Uriel machte den Vorschlag die
Menschheit ganz zu Vernichten, Entschloss sich Herr Gott die Idee von
Raphael aufzunehmen und es mit der Sintflut zu probieren.
Da es Petrus zu dieser Zeit noch nicht gab, wurden die Sanitäer-
Installations Engel angewiesen die nötigen Arbeiten zur Inbetrieb-
nahme einer Globalen Sprenkleranlage aufzunehmen.
Herr Gott hatte in seiner Endlosen, Undurchschaubaren Weisheit
auch daran gedacht ein paar Sachen zu retten um nach dem grossen
Wasser nicht wieder ganze sechs Tage zu rackern.

In einer Himmlischen Casting Show hatte sich ein Typ Namens Noah
sehr Profiliert und wurde deshalb in einem Geheimen Gespräch durch
Herr Gott angewiesen ein Schiff zu bauen, dieses mit Tieren und
Sämereien zu beladen und auf das grosse Absaufen der Welt zu
warten.


Ein Aeon später, Herr Gott hat zwischendurch mal die Strategie
gewechselt und seinen Sohn ins Spiel gebracht und die
Menschheit in die Eigenverantwortung entlassen.

Nun steht die Menschheit also im 21en Jahrhundert, hat mehr
Probleme als Noahs Zeitgenossen und Schäfchen gleich irren
wir im Kreis herum.
Oder doch nicht, wie ich letzte Woche in der Zeitung gelesen habe?

Am Nordpol im (ewigen?)Eis wurde ein Bunker eingeweiht der Erdbeben
und Atombomben sicher ist, tief in der dunklen Kälte sind Samen aller
erdenklichen Nutz und Zierpflanzen eingelagert. Falls wir unsere
Globalen Probleme nicht in den Griff kriegen sollten und das
Armageddon nur einen Haufen (Privilegierter?) Schäfchen am Leben
lässt, können diese mit dem eingelagerten Saatgut einen Neuanfang
machen.
Also doch, es gibt ein paar Hirnis auf diesem Planeten die das mit
der Eigenverantwortung geschnallt und gehandelt haben. Leider kann man
das nicht auf alle Akuten Brandherde beziehen.
Oder ist dieser Bunker ein Manifest für die Resignation?
Retten was zu retten ist!
Haben ein paar Inteligente Schäfchen erkannt, dass der Mensch
wegen der Klimaerwärmung, drohender Resourcenkriege, Völkerwanderungen
u.s.w zu keinem Paradigma Wechsel innerhalb einer Generation fähig
sein wird, dass Profitdenken und Habgier nicht über Nacht zu Gemeinsinn
und Gemeinwohl Mutieren? dass wir Schäfchen wohl noch ein paar
Generationen durchbringen müssen bis uns die Göttliche Vernunft beisst!

Ich hoffe es nicht, ich setze auf: ABS, Bremsfallschirm, Notbremse,
Netz und Doppelten Boden, "Sisch ja nur es chlises Träumli gsih...",
Schleuder Sitz und raus aus dem Sonnensystem.


Oder einfach nur auf uns Schäfchen.